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Mjölnir

Die Geschichte in der EDDA um Thor und seinen Hammer wird von den meisten Leuten als mythologischer Unsinn abgetan. Aber ich sehe das etwas anders und in meinen Worten ist die Geschichte auch schnell erzählt. Sie ist eigentlich ziemlich einfach, wie alle guten Geschichten...

Also, es ward einmal, in der nicht allzufernen Vergangenheit, eine große Gefahr erkannt für Midgard, die Erde. Gleich zwei mächtige Ungeheuer bedrohten den Planeten, die Midgard-Schlange und der Fenris-Wolf. Es ward vorausgesehen, dass diese Ungeheuer Ragnarök auslösen und Midgard mit Feuer zerstören würden.

Soweit, so gut!

Aber was soll man sich nun darunter vorstellen in dieser, unserer heute aufgeklärten Zeit? Eine Midgard-Schlange, die die Erde fest im Griff hält? Und wenn sie erwachen sollte, ganze Meere sich mit ihr aus ihrem Bette winden?

Da wir so ein Ungeheuer nicht kennen, muss es sich um eine, nicht nur in der damaligen Zeit verstehbare, Umschreibung handeln! Nach einigem Nachdenken fällt dann dazu die Tide ein, Ebbe und Flut, die von der Anziehungskraft des Mondes hervorgerufen wird.

Und Midgard, die Erde, wird in alle Richtungen umschlossen... nun?

Genau, von ihrer selbst erzeugten Schwerkraft, der Erdanziehung. Damit kann jetzt dieses Ungeheuer leicht erkannt werden:
die Anziehungskraft einer nahen zweiten Masse befreit die Midgard-Schlange und in der Folge treten die Meere über die Ufer, ein Tsunami ungeahnten Ausmaßes, der alles Land überspült.

"Aber welche nahe Masse denn?" sinniert da ein Sherlock Holmes und ein Dr. Watson fragt: "etwa der Mond?" Und schon hatten sie den Fenris-Wolf identifiziert!

Auch wir können jetzt das Szenario genauer beschreiben: der Mond näherte sich immer weiter der Erde an und der Weltuntergang wurde absehbar. Die Menschheit wäre bereits lange vor dem Einschlag des Mondes ausgelöscht gewesen durch die Wasserfluten des immer höher werdenden Tidenhubs.

Zum Glück für uns, gab es damals auch einen Helden, Thor! Er kämpfte sogar gleich dreimal gegen die Midgard-Schlange. Halt! Häh? Wie kann man gegen die Gravitation kämpfen, fragt man sich da schon wieder? Aber, auch das ist sicher wieder nur eine heute leicht verstehbare Umschreibung. Thor, der Held startet in den Weltraum, dazu musste er zuerst die Gravitation der Erde überwinden, sein Ziel war es Ragnarök zu verhindern, indem er die Midgard-Schlange besiegt. Die Gravitation der zu nahen Masse des Mondes, der die Midgard-Schlange weckt, kann man aber nur besiegen, wenn man diese Masse irgendwie weiter weg befördert auf eine höhere Umlaufbahn.

Thor machte sich also auf, den Fenris-Wolf, den Mond, die Umlaufbahn des Mondes, auf größerer Entfernung zu stabilisieren, damit er der Erde langfristig nicht mehr gefährlich werden kann. Dazu brauchte es insgesamt drei Anläufe. Also, man kann sich das vielleicht so vorstellen, dass da viele Berechnungen gemacht wurden, wie das gehen könnte, dann ein paar passende, große Brocken im richtigen Winkel auf den Mond geschleudert wurden und danach nachgemessen wurde, in wieweit man den eigenen Berechnungen und der Ausführung trauen kann, um sich dem Ziel anzunähern. Zu weit durfte es ja auch nicht sein, weil der Mond sonst ganz ausgebrochen wäre und dann die Umlaufbahn der Erde um die Sonne insgesamt gefährdet gewesen wäre.

Leider geht eine Bahnerhöhung aber nur so, dass man den Kreisorbit erst in eine Ellipse verbiegt und dann an einem höheren Punkt wieder in einen Kreis zurück führt. Damit kommt die Masse kurzfristig sogar noch näher heran, als sie schon war.

Woher bekommt man so riesige Brocken mit entsprechender Masse? Die Geschichten um die Riesen geben dazu vielleicht Auskunft, z.B. die über Hrungnir? Die Riesen hatten ja Thors Hammer entführt - zum besser merken können der Geschichte - der zurück geholt wurde und dabei die Riesen zerschmettert - wohl erst auf dem Mond ;-)

Beim dritten Anlauf hatte es dann endlich geklappt! Die Midgard-Schlange ward besiegt! Thor hat sie mit seinem Hammer erschlagen, der Mond war auf der neuen Umlaufbahn - etwas eierig zwar, wie wir heute wissen, aber weit genug - um die Gefahr eines Absturzes des Mondes auf die Erde zu bannen und nah genug, um nicht abhanden zu kommen.

Uffh! Das war eine Meisterleistung der Asen!

Thor, der Held aber, hatte es dabei nicht so gut getroffen. Er konnte nur noch 9 Schritte zurückweichen, bevor er am Gift der Midgard-Schlange starb... Gravitation und giftig? Wohl eher nicht, sonst wären wir schon lange ausgestorben!
Entweder hatte Thor zu lange unter der Schwerelosigkeit gearbeitet, oder wurde von der Strahlung der Sonne gegrillt, oder seinem Schiff, Thors Hammer (Mjölnir), ging der Treibstoff aus oder hatte eine Panne und eine Rückkehr nach Midgard ward so unmöglich...

Wir werden es eventuell nie erfahren! Und alle die damals nicht gestorben sind, haben sich bis heute fleißig weiter vermehrt. Und man sollte auch heute noch auf die Vorfahren der Wikinger und Germanen Stolz sein! Vielleicht haben sie, mit Absicht den Mond auf eine höhere Umlaufbahn überführt, unbeabsichtigt eine Eiszeit ausgelöst und dadurch den Rückfall in die Barbarei verursacht oder die in der Bibel erwähnte Sintflut ausgelöst. ABER sie haben uns damals gerettet! DANKE!

Und die Moral von der Geschicht'? Ohne Helden geht Geschichte nicht! Thor sei Dank! Ragnarök ist Geschichte! Die damals berechtigte Angst davor, ist heute unbegründet.

Wie wir wissen, entfernt sich ja der Mond langsam immer weiter von der Erde weg, 3.8cm pro Jahr... und das Ende der Geschichte wirft die Frage auf, warum Thor nochmal abflog? Ja, anders kann man das Ende nicht deuten!

Neun Schritte, eine Längenangabe - offensichtlich sind keine Schritte einer Person gemeint - die Richtung ist "rückwärts", also nicht "vorwärts", also von Midgard weg. Daraus schließt ein Sherlock Holmes messerscharf, dass die Mission damals nicht endgültig abgeschlossen werden konnte, aber doch so weit gelang, dass die primäre Gefahr damit behoben war. Der Feinabgleich musste ausbleiben. Daher eiert wohl der Mond auch heute noch auf seiner Umlaufbahn um die Erde. Und da ein Held nicht versagen darf (sonst wäre es ja kein Held), endet die Geschichte eben mit einem Heldentod!

Es ist durchaus denkbar, dass der damalige Eingriff, dadurch dass er nie abgeschlossen werden konnte, für die letzte Eiszeit nach der Sinflut verantwortlich war, meines Wissens dauerte sie viele Jahrtausende. Wenn das so war und wir es hier mit einer harmonischen Oberschwingung (langwelligen Subschwingung) des Erde/Mond-Systems auf dem Orbit um die Sonne zu tun haben, werden die nächsten Jahrtausende evtl. ziemlich warm werden, auch ganz ohne das CO2-Thema. Wir wären dann jetzt erst gerade wieder an einem Nulldurchgang dieser Oberschwingung angekommen und hätten die Chance, die Mission von damals zu beenden und die künstlich erzeugte Oberschwingung zu korrigieren. Allerdings übersteigt sowohl der Nachweis einer vorhandenen Oberschwingung, als auch die damit verbundene, magere Datenlage (max. 10.000 Jahre) mein physikalisches und mathematisches Wissen und Können und vor allem meine Zeit. Aber auch das Zyklusende des Maya Kalenders ist ein weiteres Indiz dafür. Die Gesamt-Zyklusdauer könnte anzeigen, von welchem Zeitraum wir vielleicht ausgehen könnten und wann das Ereignis in etwa stattfand.

Also, was wissen wir nun: der Kontakt brach ab, als Thor zuletzt wieder wegflog. Gehen wir davon aus, dass er starb, dann ging das Schiff evtl. in einen ballistischen Flug um die Sonne über, wenn es nicht ganz verloren ging.
Wo aber lag das ursprüngliche Ziel des Schiffes? Am Wahrscheinlichsten scheint mir, das war der Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter, da gäbe es so ziemlich genug, stabiler, transportfähiger Riesenbrocken großer Masse, zumindest die inneren Fels- oder Nickeleisen-Kerne wären dazu zu gebrauchen. Die Masse ließe sich über die Anziehungskraft und eine Volumen Messung ziemlich genau bestimmen. Ob Sand, Geröll, Fels oder Nickeleisen zeigt dann die Seismologie. Erst einen oder mehrere Sensoren anbringen, dann mit dem Hammer dranstossen bzw. hart landen.

Diese neun Schritte? Meine beste Annahme hierzu ist ein Abstand von 0,155 AE zur Erde, also etwa 23 Millionen Kilometer, auf einer Parabel um die Sonne, die die Erdbahn schneidet. Leider kann man nur sehr wenig über die Umlaufdauer und die heutige Position vermuten. Aber es handelte sich wahrscheinlich um einen direkten Flug, ohne weitere Komplikationen durch Beschleunigungsmanöver um andere Planeten. "Rückwärts!" - also auf die Sonne zu - aber mit dem Ziel Asteroiden-Gürtel, evtl. bei Abstand 0,845 AE von der Sonne in einen Strahlungsausbruch geraten, der das Schiff unbrauchbar machte... oder eine Kollision oder Dekompression oder das Versagen des Antriebs bzw. wichtiger Systeme und in der Folge der Tod der Mannschaft. Bei Blockierung des Antriebs würde ich darauf tippen, dass das Schiff zerbrach oder eine schnelle Rotation um die eigene Achse daraus resultierte.
Also nach 23 Gigameter im freien Fall, vorher wohl ein Schubvektor angelegt, leicht rückwärts gerichtet zur Erdbahn und zur Sonne hin (vielleicht 8 Uhr, wenn sich die Erde in Richtung 12 Uhr bewegt), um den Kreisorbit des Hammers in eine Ellipse bis zur Merkurbahn zu verbiegen, die das Schiff um die Sonne herum beschleunigt bis es den Asteroidengürtel erreicht mit langsamer Fahrt, genau richtig zum Scannen und Angeln des nächsten Brocken.

Vielleicht könnte man das Schiff auch heute noch identifizieren, wenn man alle Objekte kleiner Masse mit Aphel nahe des Asteroiden-Gürtels bis etwa höhe Erdbahn und Perihel irgendwo bei der Merkurbahn untersuchte... Könnte man es finden, gibt es vielleicht darin noch Überreste und Informationen zur damaligen Mission. Kandidaten wären alle erdnahen Asteroiden vom Aten-Typ bzw. Apollo-Typ von kleinerer Größe bis 500m (größer wohl nicht, viel kleiner als 50m aber auch eher nicht), wie z.B. die Objekte (2340) Hathor, (3361) Orpheus, (4581) Asclepius, (4034) Vishnu, (4341) Poseidon, (5731) Zeus, (69230) Hermes, der ja aus 2 Teilen besteht, oder auch "2004 FH" mit 60m, usw.
Der Hammer könnte allerdings in der Zwischenzeit auch mit einem Planeten, Mond oder Asteroiden kollidiert sein oder von einem der inneren Planeten aus der Bahn geworfen worden sein (die Zeit läuft da gegen uns). Ein zweiter Nachbau des Hammers war damals wohl nicht mehr drin, zuviele Geheimnisse der Erbauer, der "Zwerge", zu teuer, wie auch immer, ebenso wenig wie heute die Apollo-Mondraketen nochmal genauso nachgebaut werden könnten, obwohl das erst 60 Jahre her ist. Patentschutz hat auch gravierende Nachteile...

Aber mich interessierte an dieser Geschichte bisher vor allem, warum ein Hammer fliegen konnte, der Kleine wie der Große und ich denke ich weiß, wie es geht.

Die NASA, ESA et all suchen den Hammer vielleicht auch schon seit Jahrzehnten, sonst würden da nicht so viele zig Milliarden Euronen, Dollars und andere Währungen jährlich in die Weltraumforschung fließen, anstatt den Hunger und die Armut auf der Erde endlich zu beenden. Das wäre ein Klacks, würde man nur den monetären Aufwand für die Entwicklung der vielen nutzlosen Destruktoren (Bomben, Atombomben, Minen, Granaten, Raketen, Militärflugzeuge, usw.) etwas konstruktiver "pro Mensch" umleiten.




 

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